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Das Leben beginnt mit 40" sagt man, aber ich sage warum solange warten? Ich habe mir für die nächsten 18 Monate 10 Ziele gesteckt und werde versuchen diese bis zu meinem 40. Geburtstag zu erreichen. Begleite und unterstütze mich (bitte!!) auf meiner Reise.

Monday, 30 April 2012

Wir haben alle unsere kleinen Eigenheiten, oder nicht?


Es gab in den letzten Wochen nicht viel worüber ich Bloggen würde, jedenfalls nicht viel was mit meinen Zielen zu tun hätte, aber vor knapp über einer Woche hatte ich mich wieder einmal erwischt, als einer meiner Eigenheiten zu Tage kam und ich musste einfach so lachen, dass ich es euch einfach erzählen möchte.

Gesundheitlich bin ich seit unserer Rückkehr von Spanien nur noch am Kämpfen und meine Vorbereitungen für den Citylauf sind dadurch schlagartig gestoppt worden (ich bin aber immer noch fest entschlossen teilzunehmen, auch wenn ich mehr gehen als joggen werde!).   

Aber zurück zu meiner Geschichte. Vorletzte Woche waren die Schmerzen so extreme, das ich den Freitag und Samstag in Bett verbringen musste. Allerdings hatten wir mit einer unserer ‚adoptierten‘ Kinder ausgemacht, dass sie bei uns bleiben dürfte und um sie nicht zu enttäuschen musste Matt die Show einfach alleine auf sich nehmen. Ich aß lediglich das Abendessen mit ihnen, das war es aber auch schon.

Also nach einem langen Tag, wo er mit ihr gemeinsam am Aufräum-Tag in der Gemeinde teilnahm, mit ihr in der Stadt shoppen und anschließend auch noch Schwimmen ging, packte Matt noch die nassen Schwimmsachen aus und steckte sie ohne Aufforderung in die Waschmaschine. Am nächsten Tag entdecke ich aber, dass er nicht alles zum Trocknen aufgehängt hatte – die Hälfte ist aber besser als gar nichts, oder? – und so nehme ich den Rest und will sie nachträglich aufhängen.  

Also diejenigen die mich GUT kennen wissen, dass ich mit ein paar OCD Tendenzen zu kämpfen habe und einer dieser ist, dass die Wäscheklammer beim Aufhängen je Kleidungsstück Einheitlich sein müssen (ja ich sortiere meine Bücher, CDs und DVDs auch immer Alphabetisch!!!). Es ärgerte mich nun nicht, das Matt nicht alles am Vorabend aufgehängt hatte, nein was mich ärgerte war, dass er die Wäscheklammern wahllose durcheinander hatte und trotz Schmerzen fing ich an, alles neu und geordnet aufzuhängen. Lacht so viel und so laut ihr wollt, denn ich lache immer noch am lautesten!!!

Allerdings ist es nicht halb so eigenartig und lustig als was am Vorabend gelaufen war – Shannon hatte Matt dazu gebracht, Beverly Hills Chihuahua 2 mit ihr zu schauen! J


Saturday, 14 April 2012

Optimist: jemand der denkt, dass ein Schritt rückwärts, nachdem man einen Schritt vorwärts gegangen war, kein Unglück ist, sondern ein Cha-Cha-Cha. ~ Robert Brault


Es scheint so, als ob ich in den letzten Wochen, was mein Training betrifft,  eine Menge Cha-Cha-Cha getanzt hätte. Wie ich am 10. März geschrieben habe, ging es mir wirklich gut, so gut, dass ich mich gegen meinen Trainingsplan entschieden habe und zwei Tage in Folge trainiert habe. Ein grosses Nein und ich habe schwer dafür bezahlt. Mit einem dicken Krampf in meiner rechten Wade. Dazu kommt, dass ich zwei Tage später kalt geworden bin, als ich mit einer Freundin Walken war und ich mit Fibro Schmerzen im Bett geendet bin. L

Ich habe eine kleine Auszeit genommen um auszuruhen und habe letzten Freitag mit einem 3 km Power Walk angefangen, mich wieder einzugewöhnen. Alles schien gut und diesen Mittwoch war ich wieder bei 4,5 km mit Wechseln von 2 min joggen / 1 min walken, nur um heute Morgen wieder von einem Krampf geplagt zu werden!

Ich tanze vielleicht den Cha-Cha-Cha, aber ich tausche meine Trainingsschuhe noch nicht in High Heels und ein Glitzerkleid ein!




- seit ich diesen blog auf meiner englischen Seite geschrieben habe, habe ich einen weiteren Cha-Cha-Cha getanzt! Ich war Power Walken und Joggen mit meiner Freundin Dani in Spanien, aber, es scheint meine Schwäche zu sein, ich habe mir einen Husten/Bronchitis eingefangen, also muss ich ausruhen. 

Sunday, 11 March 2012

Schnaufend dem Ziel entgegen

Am Ende der dritten Woche des Citylauf Trainingsplanes angekommen, ist es Zeit einen Rückblick zu nehmen: obwohl ich ein bisschen hinterher hinke (kleines Wortspiel J), kann ich es kaum glauben wie weit ich gekommen bin!

Vor 2 Wochen, am ersten Tag an dem ich tatsächlich laufen musste, habe ich jede Sekunde gehasst. Ich musste insgesamt 10min abwechselnd 1min gehen und 1min laufen und wäre Matt nicht bei mir gewesen, hätte ich es nach den ersten Minuten schon aufgegeben!   

Heute war mein Plan folgender: 3mal 1,5min laufen und 1min gehen, dann 12mal 2min laufen und 1min gehen. Inklusive der Aufwärm- und Abkühlphase (im Schritttempo von unserer Wohnung zum Mainufer und zurück gehen) war das insgesamt 4,5km und dabei bin ich 28,5min gelaufen!

Spaß macht mir das eigentliche Laufen zwar immer noch nicht, aber mir gefällt das Gefühl etwas zu erreichen sehr! Dazu kommt noch das ich einfach mehr Energie habe und auch viel besser Schlafe, also alles in allem sehr positiv.

An dieser Stelle muss ich ein großes Dankeschön an Mr. H. aussprechen. Er motiviert mich ständig, kommt mit wann immer er kann und obwohl er mit einem regen Gehen mit meinem Joggen gut mithalten könnte, joggt er neben mir her. Durch das ganze Training spricht er mir Mut zu, erinnert mich daran rhythmisch zu atmen und setzt kleine Zwischenziele, wenn er merkt dass ich aufgeben will, bevor die Trainingsuhr die Pause mit einem Beeps einläutet.

Ich habe noch einiges vor mir bevor ich die 7,9km Ziellinie am 11. Mai erreiche, aber mit 9 Wochen noch vor mir habe ich mittlerweile die Hoffnung, dass ich es auch tatsächlich erreichen kann! J

Friday, 24 February 2012

Thursday, 23 February 2012

Oh ja, Schokolade!

Aschermittwoch, Beginn der christlichen Fastenzeit. Als ich am Montag darüber nachdachte um zu entscheiden, ob ich dieses Jahr daran teilnehmen würde, geriet ich in Panik. Nur noch 40 Tage bis Ostern und dann ist es nur noch ein paar Wochen bis Mai. Es ist also höchste, HÖCHSTE  Zeit mit den Vorbereitung für den Aschaffenburger Citylauf am 11 Mai zu beginnen!

Ich hatte mich und Matt in Januar für den Citylauf bei uns in Aschaffenburg angemeldet. Ich hatte es irgendwie im Kopf, das es ein 5km Lauf war und hatte auch nicht extra nachgeschaut. Erst nach der Registrierung habe ich entdeckt, dass es nicht 5km sondern 7.9km waren und nenne mich verrückt wenn du willst, aber ich habe die Anmeldung nicht zurückgezogen! Was ich aber getan habe, war die Vorbereitungen immer wieder nach hinten zu verschieben. Eisige Kälte und 16 Wochen (ist ja mehr als genug Zeit!) waren meine zwei Ausreden, aber diese sind nun vorbei. Jetzt heißt es überleben, „do or die“ oder „sink or swim“, wie wir es in English nennen. Show time!

Wie bereite ich mich nun am besten vor? Gut, einen Trainingsplan musste auf jedenfall her und da es keinen solchen Plan für 7,9km gibt, habe ich mir einen aus den „Couch to 5km“ Plan und einen 10km Plan zusammengebastelt. Der erstere ist auch für uns der richtige, da wir uns derzeit hauptsächlich auf der Couch befinden! Diese Woche fängt der Plan mit einem regen Spaziergang 4mal die Woche an und nächst Woche startet es dann mit einem Wechsel zwischen 1min gehen und 1min joggen. Mit nur 11,5 Wochen bis zum Startschuss denke ich dass es noch zum einen oder anderen Koller kommen wird!

Also, wenn du am 11 Mai irgendwo in der Nähe von Aschaffenburg bist, komm und schau zu, besser noch: lauf mit! Ich versuche ein Team zusammen zu bekommen,  welches am Lauf teilnimmt um den nächsten „Extreme Day“ am 16 Juni zu werben. Extreme Day ist ein Jugendprojekt unserer Kirche. Also, melde dich einfach, wenn du Lust hast!

Aber jetzt zurück zum eigentlichen Thema: was werde ich in der Fastenzeit aufgeben? Schokolade? Ja, Schokolade und wer mich gut kennt, weiß was das bedeutet denn ich mag Schokolade nicht. Nein, ICH LIEBE SCHOKOLADE! Das ist so extreme, dass ich bei einer Wahl zwischen Schokolade und Sauerstoff wirklich erst nachdenken müsste…

Es muss aber gesagt werden, dass dieses nun nicht ganz Neuland für mich ist. Ich habe es schon einmal geschafft (40 Tage ohne Schokolade) aber es wird auf jedenfall eine Herausforderung sein, die  Versuchung zu widerstehen. Und schlussendlich ist das auch der Sinn der Fastenzeit. Sie ist nicht eine biblische Vorschrift sondern eine katholisch / evangelische Tradition, die leider auch über die Jahre mit einigen mythischen und manipulierenden Zulagen versehen worden ist. In ihrem Ursprung war die Fastenzeit mit den 40 Tagen und Nächten verbunden, die unser Herr Jesus gefastet hatte und sollte uns als Menschen zum Nachdenken bewegen.

In unserer jetzigen, wohlhabenden Welt  ist es manchmal schwer zu unterscheiden, was eine Notwendigkeit und was ein Luxus darstellt und für mich ist es einfach Zeit die Wahrheit in die Augen zu schauen – Schokolade ist NICHT lebensnotwendig (das kann doch nicht sein, oder?).

Sicherheitswarnung: nimm lieber einen weiten Bogen um mich, wenn du mich in diesem Zustand begegnest!


Monday, 30 January 2012

Familien halten zusammen!

Letzten Samstag um 19:00 hatte ich nur einen Gedanken - Füße hoch und entspannen! Denn das war ein langer Tag gewesen. Samstag war nämlich Umzugstag für Linda und obwohl ich mit den schweren tragen nicht wirklich mithelfen konnte, war ich keineswegs arbeitslos. Ich verbrachte den Tag als Überseher des Umzugs – mit dem Organisieren und Dirigieren, damit jedes Möbelstück  und jeder Umzugskarton dorthin kam, wo es auch hin gehörte. Dazu kam dann noch das ‚Taxifahren‘ und das Kaffee kochen und es wurde viel Kaffee gekocht!

Insgesamt waren 18 Personen am Samstag daran beteilig, Linda aus ihrer Wohnung im 3. Stock in eine schöne Erdgeschoss Wohnung umziehen zu helfen, aber es waren noch viel mehr gewesen, denn im Voraus hatten noch unzählige Leute beim Packen und Streichen mitgeholfen.   

Einer der Helfer kommentierte schon ganz am Anfang: “Wow, es fühlt sich so an, als ob die ganze Familie heute teil nimmt.” Mit Familie meinte er dabei die BGAB (Baptisten Gemeinde Aschaffenburg) Familie und so war auch fast. Ich konnte es nur als einfach toll bezeichnen. Und es erinnerte mich auch an etwas was ich nicht allzu lange zuvor in einer TV Serie gesehen hatte.

Sechs Teenager aus London sollten 5 Wochen in den USA bei Amish-Familien wohnen um dort eine andere Art und Weise des Lebens zu erleben. Unteranderem nahmen sie dabei an dem Aufbau einer Scheune teil. Was den Teenagern dabei so beeindruckte, war die vielen Leute die von weitem kamen und den ganzen Tag mithalfen, ohne irgendwelche Belohnung zu erwarten. Der Teamgeist der dabei entstand und das Gefühl, an etwas größerem zu arbeiten, etwas zu erreichen und ein Teil einer größeren ‚Familie‘ zu sein, war ihnen schlicht und einfach unbekannt. Es war für sie äußerst bewegend und sie taten sich schwer, dieses Erlebnis in Worte auszudrücken.     

Ich hatte schon oft das Glück an solchen Tage teilhaben zu dürfen und wurde jedes Mal von neuem durch das Erlebnis gesegnet. Natürlich wäre es einfacher gewesen morgens im Bett zu bleiben. Ich hätte weniger Stress gehabt und hätte auch mal einen ganzen Tag mit meinem Ehemann verbringen können, aber ich hätte auch so vieles versäumt! Wir sind nicht mit einander Verwandt, aber am Samstag durfte ich als Teil meiner Familie mitarbeiten und das macht mir so viel Spaß, ich würde es für nichts verpassen wollen!

Monday, 3 October 2011

„Was ist mit deiner Frau los? Sie lächelt immer!“

Ich bin grade von einer Reise nach Bristol (UK) zurück. Matt und ich haben unsere guten Freunde Andrew u. Rebecca und ihre 4 Kinder besucht. Mungo, ihre älteste, ist mein Patenkind und ist vor kurzem 9 geworden. Es war toll zu sehen wie er, seine Brüder und seine Schwester wachsen und sich entwickeln.

Eine Rückkehr zum „Old Blighty“ macht immer Spaß und dieses Mal wars nicht anders. Wir hatten wunderschönes Wetter, haben nur ein paar Schritte entfernt von der Clifton Downs in einer der vielen schönen Häusern gewohnt und haben uns tüchtig ausgeruht. Wir haben uns gezielt Zeit mit jedem der vier Kinder genommen und auch noch einen kurzen Besuch bei Freunden im Wales eingeplant.

Zusätzlich zu Familie und Freunden, gibt es eine Sache, die ich in Großbritannien liebe: die Freundlichkeit der Menschen. Wenn man einfach auf der Straße unterwegs ist oder einkaufen geht, sieht man überall wie die Leute lächeln und sich gegenseitig begrüßen, auch unter Fremden. Allzu leicht gerät man mit einem Verkäufer ins Gespräch und ich bleibe oft stehen, nur um mit einem Zeitungsverkäufer (meist Obdachlose) zu plaudern. 

Versteht mich bitte nicht falsch – ich liebe es hier in Deutschland, denke aber das es dem Deutschen gar nicht klar ist, was  er durch seine scheinbare Schüchternheit verpasst – dieses zwischenmenschliche Austausch von Freude, Interesse oder Freundlichkeit. Nur kurz nachdem wir nach Deutschland zogen, fragte ein Kollege von Matt: „Was ist mit deiner Frau los? Sie lächelt immer!“ Ich lache immer noch über diese Frage.

Was ich ebenfalls liebe sind die zahlreichen Bücherladen, die neue, besser aber noch, die gebrauchte Bücher anbieten. Ich habe ja schon erwähnt, dass lesen für mich so wichtig wie die Luft zum Atmen ist und ich wollte diese Gelegenheit auf keinem Fall verpassen. Ist ja auch soweit logisch – wenn ich vorhabe 40 Bücher zu lesen, dann brauche ich auch 40 Bücher zum Lesen! Also, alles zusammen bin ich mit 22 neuen Büchern aus England zurückgekehrt. Zum Teil sind sie ausgeliehen, zum Teil gebrauchte, andere aber neu vom Wesley Owen Laden (eine Englisch Kette) gekauft.

Der Besuch bei Wesley Owen hat mir aber eine besondere Freude bereitet, weil ich Mungo mit hatte. Er teilt meine Leidenschaft fürs Lesen und ich hatte ihm versprochen, ihn ein neues Buch zu kaufen. Er hatte dafür ein Budget von £10 (ca. €12). Nach kurzem hin und her entschied er sich für 2 Bücher im Wert von £9.98, wobei ich nicht weiß, ob die Wahl auf Grund der Themen oder des Budgets war. Allerdings fand er dann zusätzlich noch ein Buch in der reduzierten Abteilung für nur £3! Mit „Bitte Tante Kathy!“ kam er bei mir an. Nun, ich konnte schwer nein sagen, immerhin hatte ich 7 Bücher in meiner Hand!

Hier ist er zu sehen - ganz fröhlich und zufrieden mit einen seiner neuen Bücher.

Hier nun aber meine Herausforderung für dich: Lächle einen Fremden zu und hole dir ein Buch und fang es zu lesen an.

„Entschließe dich jeden Tag etwas zu lesen, auch wenn es nur aus einem Satz besteht“  - Horace Mann