Info
„Das Leben beginnt mit 40" sagt man, aber ich sage warum solange warten? Ich habe mir für die nächsten 18 Monate 10 Ziele gesteckt und werde versuchen diese bis zu meinem 40. Geburtstag zu erreichen. Begleite und unterstütze mich (bitte!!) auf meiner Reise.
Friday, 18 May 2012
Monday, 30 April 2012
Die Freude des Gebens
Übersetzt von
meinem English Blog vom 2. April
Ich schreibe dies
im sonnigen Gijón, Nordspanien. Matt und ich besuchen unsere guten Freunde
Joseph und Dani Contreras und ihre drei Jungs, Isaiah, Andrew and Michael. Sie sind amerikanische Verpflanzte und ihre
Arbeit hier ist dreigleisig durch ihre Organisation BeStrong: sie arbeiten
daran, die Gesundheit der Gesellschaft physisch, bildungstechnisch und
geistlich zu verbessern.
Joseph ist der Kraft-trainer und
ehrenamtlicher Pastor des örtlichen
American Football Teams – The Mariners. Er leitet des Bibel Unterrichten
und hauptsächlichen pastoralen Aspekt des Jobs.
Dani unterrichtet ihre
Jungs, lehrt Englisch als Fremdsprache für 5jährige bis hin zu Erwachsenen. Sie
gibt Damen Gesundheits- und Fitnesskurse, beide im Zentrum und einen online,
ausserdem leitet sie ein Frauen Bibelstudium. Ihr derzeitiges Gebäude ist recht
neu, sie sind dort erst seit einem Jahr und arbeiten noch an der Renovierung.
Das ist ein neuartiges Konzept für mein britisches Verständnis (plus zehn Jahre
deutscher Einfluss), wo ein Geschäft seine Türen nicht eher für die Kunden
öffnen würde, bis das Gebäude fertig wäre, aber hier in Spanien ist das Leben
etwas entspannter und Kunden sind ganz
glücklich, Krafttraining ein einem Raum mit ungestrichenen Rigipswänden und
Duschen ohne Türen zu machen! (Die Türen sind bestellt, aber die Lieferung
kommt…….tja, wenn sie kommt)
Dies ist nun unser vierter
Besuch. Das letzte Mal sind wir angekommen, als sie gerade die Schlüssel
bekommen hatten und so waren wir mit Schrubben und Wischen und Streichen
beschäftigt. Dieses Mal ist es nicht anders, nach zwei Tagen harter Arbeit ist
der Haupt-Multi-Funktions-Raum jetzt frisch gestrichen und sieht gut aus :o)
Seitdem wir ex-pats geworden sind, haben
wir Leute auf der ganzen Welt kennengelernt und, wie mit Joseph und Dani, ist die
Zeit, die wir tatsächlich miteinander verbringen, begrenzt, aber unsere
Freundschaft ist tief. Wir fühlen uns fast wie in einer Familie. Deshalb, einen
Teil unseres Urlaubs mit Arbeiten zu verbringen ist nicht nur Spass, aber Seite
an Seite mit engen Freunden zu sein, ist sehr erfüllend! Dazu kommt, dass die
Einheimischen, die wir letztes Mal kennengelernt haben, uns mit breitem Lächeln
und liebevollen Küssen begrüssen.
Also, indem wir versuchen, einen
positiven Unterschied zu machen, empfangen wir wiederum auch etwas (und ich
meine nicht den Husten und die Erkältung, die wir uns eingefangen haben). Vertiefung
von Freundschaften, zusätzlich neue Freunde und Schaffen von Erinnerungen.
Das ist es also, was damit gemeint ist,
dass mehr Freude im Geben als im Nehmen ist.
Wir haben alle unsere kleinen Eigenheiten, oder nicht?
Es gab in den letzten Wochen nicht viel worüber ich
Bloggen würde, jedenfalls nicht viel was mit meinen Zielen zu tun hätte, aber vor
knapp über einer Woche hatte ich mich wieder einmal erwischt, als einer meiner
Eigenheiten zu Tage kam und ich musste einfach so lachen, dass ich es euch
einfach erzählen möchte.
Gesundheitlich bin ich seit unserer Rückkehr von Spanien
nur noch am Kämpfen und meine Vorbereitungen für den Citylauf sind dadurch
schlagartig gestoppt worden (ich bin aber immer noch fest entschlossen
teilzunehmen, auch wenn ich mehr gehen als joggen werde!).
Aber zurück zu meiner Geschichte. Vorletzte Woche waren
die Schmerzen so extreme, das ich den Freitag und Samstag in Bett verbringen
musste. Allerdings hatten wir mit einer unserer ‚adoptierten‘ Kinder
ausgemacht, dass sie bei uns bleiben dürfte und um sie nicht zu enttäuschen
musste Matt die Show einfach alleine auf sich nehmen. Ich aß lediglich das
Abendessen mit ihnen, das war es aber auch schon.
Also nach einem langen Tag, wo er mit ihr gemeinsam am Aufräum-Tag
in der Gemeinde teilnahm, mit ihr in der Stadt shoppen und anschließend auch
noch Schwimmen ging, packte Matt noch die nassen Schwimmsachen aus und steckte
sie ohne Aufforderung in die Waschmaschine. Am nächsten Tag entdecke ich aber,
dass er nicht alles zum Trocknen aufgehängt hatte – die Hälfte ist aber besser
als gar nichts, oder? – und so nehme ich den Rest und will sie nachträglich
aufhängen.
Also diejenigen die mich GUT kennen wissen, dass ich mit
ein paar OCD Tendenzen zu kämpfen habe und einer dieser ist, dass die
Wäscheklammer beim Aufhängen je Kleidungsstück Einheitlich sein müssen (ja ich
sortiere meine Bücher, CDs und DVDs auch immer Alphabetisch!!!). Es ärgerte
mich nun nicht, das Matt nicht alles am Vorabend aufgehängt hatte, nein was
mich ärgerte war, dass er die Wäscheklammern wahllose durcheinander hatte und
trotz Schmerzen fing ich an, alles neu und geordnet aufzuhängen. Lacht so viel
und so laut ihr wollt, denn ich lache immer noch am lautesten!!!
Allerdings ist es nicht halb so eigenartig und lustig als
was am Vorabend gelaufen war – Shannon hatte Matt dazu gebracht, Beverly Hills
Chihuahua 2 mit ihr zu schauen! J
Saturday, 14 April 2012
Optimist: jemand der denkt, dass ein Schritt rückwärts, nachdem man einen Schritt vorwärts gegangen war, kein Unglück ist, sondern ein Cha-Cha-Cha. ~ Robert Brault
Es scheint so, als ob ich in den
letzten Wochen, was mein Training betrifft,
eine Menge Cha-Cha-Cha getanzt hätte. Wie ich am 10. März geschrieben
habe, ging es mir wirklich gut, so gut, dass ich mich gegen meinen
Trainingsplan entschieden habe und zwei Tage in Folge trainiert habe. Ein
grosses Nein und ich habe schwer dafür bezahlt. Mit einem dicken Krampf in
meiner rechten Wade. Dazu kommt, dass ich zwei Tage später kalt geworden bin,
als ich mit einer Freundin Walken war und ich mit Fibro Schmerzen im Bett
geendet bin. L
Ich habe eine kleine Auszeit genommen
um auszuruhen und habe letzten Freitag mit einem 3 km Power Walk angefangen,
mich wieder einzugewöhnen. Alles schien gut und diesen Mittwoch war ich wieder
bei 4,5 km mit Wechseln von 2 min joggen / 1 min walken, nur um heute Morgen
wieder von einem Krampf geplagt zu werden!
Ich tanze vielleicht den Cha-Cha-Cha,
aber ich tausche meine Trainingsschuhe noch nicht in High Heels und ein
Glitzerkleid ein!
- seit ich diesen blog auf meiner
englischen Seite geschrieben habe, habe ich einen weiteren Cha-Cha-Cha getanzt!
Ich war Power Walken und Joggen mit meiner Freundin Dani in Spanien, aber, es
scheint meine Schwäche zu sein, ich habe mir einen Husten/Bronchitis
eingefangen, also muss ich ausruhen.
Sunday, 11 March 2012
Schnaufend dem Ziel entgegen
Am Ende der dritten Woche des Citylauf Trainingsplanes angekommen, ist es Zeit einen Rückblick zu nehmen: obwohl ich ein bisschen hinterher hinke (kleines Wortspiel J), kann ich es kaum glauben wie weit ich gekommen bin!
Vor 2 Wochen, am ersten Tag an dem ich tatsächlich laufen musste, habe ich jede Sekunde gehasst. Ich musste insgesamt 10min abwechselnd 1min gehen und 1min laufen und wäre Matt nicht bei mir gewesen, hätte ich es nach den ersten Minuten schon aufgegeben!
Heute war mein Plan folgender: 3mal 1,5min laufen und 1min gehen, dann 12mal 2min laufen und 1min gehen. Inklusive der Aufwärm- und Abkühlphase (im Schritttempo von unserer Wohnung zum Mainufer und zurück gehen) war das insgesamt 4,5km und dabei bin ich 28,5min gelaufen!
Spaß macht mir das eigentliche Laufen zwar immer noch nicht, aber mir gefällt das Gefühl etwas zu erreichen sehr! Dazu kommt noch das ich einfach mehr Energie habe und auch viel besser Schlafe, also alles in allem sehr positiv.
An dieser Stelle muss ich ein großes Dankeschön an Mr. H. aussprechen. Er motiviert mich ständig, kommt mit wann immer er kann und obwohl er mit einem regen Gehen mit meinem Joggen gut mithalten könnte, joggt er neben mir her. Durch das ganze Training spricht er mir Mut zu, erinnert mich daran rhythmisch zu atmen und setzt kleine Zwischenziele, wenn er merkt dass ich aufgeben will, bevor die Trainingsuhr die Pause mit einem Beeps einläutet.
Ich habe noch einiges vor mir bevor ich die 7,9km Ziellinie am 11. Mai erreiche, aber mit 9 Wochen noch vor mir habe ich mittlerweile die Hoffnung, dass ich es auch tatsächlich erreichen kann! J
Friday, 24 February 2012
Thursday, 23 February 2012
Oh ja, Schokolade!
Aschermittwoch, Beginn der christlichen Fastenzeit. Als ich am Montag darüber nachdachte um zu entscheiden, ob ich dieses Jahr daran teilnehmen würde, geriet ich in Panik. Nur noch 40 Tage bis Ostern und dann ist es nur noch ein paar Wochen bis Mai. Es ist also höchste, HÖCHSTE Zeit mit den Vorbereitung für den Aschaffenburger Citylauf am 11 Mai zu beginnen!
Ich hatte mich und Matt in Januar für den Citylauf bei uns in Aschaffenburg angemeldet. Ich hatte es irgendwie im Kopf, das es ein 5km Lauf war und hatte auch nicht extra nachgeschaut. Erst nach der Registrierung habe ich entdeckt, dass es nicht 5km sondern 7.9km waren und nenne mich verrückt wenn du willst, aber ich habe die Anmeldung nicht zurückgezogen! Was ich aber getan habe, war die Vorbereitungen immer wieder nach hinten zu verschieben. Eisige Kälte und 16 Wochen (ist ja mehr als genug Zeit!) waren meine zwei Ausreden, aber diese sind nun vorbei. Jetzt heißt es überleben, „do or die“ oder „sink or swim“, wie wir es in English nennen. Show time!
Wie bereite ich mich nun am besten vor? Gut, einen Trainingsplan musste auf jedenfall her und da es keinen solchen Plan für 7,9km gibt, habe ich mir einen aus den „Couch to 5km“ Plan und einen 10km Plan zusammengebastelt. Der erstere ist auch für uns der richtige, da wir uns derzeit hauptsächlich auf der Couch befinden! Diese Woche fängt der Plan mit einem regen Spaziergang 4mal die Woche an und nächst Woche startet es dann mit einem Wechsel zwischen 1min gehen und 1min joggen. Mit nur 11,5 Wochen bis zum Startschuss denke ich dass es noch zum einen oder anderen Koller kommen wird!
Also, wenn du am 11 Mai irgendwo in der Nähe von Aschaffenburg bist, komm und schau zu, besser noch: lauf mit! Ich versuche ein Team zusammen zu bekommen, welches am Lauf teilnimmt um den nächsten „Extreme Day“ am 16 Juni zu werben. Extreme Day ist ein Jugendprojekt unserer Kirche. Also, melde dich einfach, wenn du Lust hast!
Aber jetzt zurück zum eigentlichen Thema: was werde ich in der Fastenzeit aufgeben? Schokolade? Ja, Schokolade und wer mich gut kennt, weiß was das bedeutet denn ich mag Schokolade nicht. Nein, ICH LIEBE SCHOKOLADE! Das ist so extreme, dass ich bei einer Wahl zwischen Schokolade und Sauerstoff wirklich erst nachdenken müsste…
Es muss aber gesagt werden, dass dieses nun nicht ganz Neuland für mich ist. Ich habe es schon einmal geschafft (40 Tage ohne Schokolade) aber es wird auf jedenfall eine Herausforderung sein, die Versuchung zu widerstehen. Und schlussendlich ist das auch der Sinn der Fastenzeit. Sie ist nicht eine biblische Vorschrift sondern eine katholisch / evangelische Tradition, die leider auch über die Jahre mit einigen mythischen und manipulierenden Zulagen versehen worden ist. In ihrem Ursprung war die Fastenzeit mit den 40 Tagen und Nächten verbunden, die unser Herr Jesus gefastet hatte und sollte uns als Menschen zum Nachdenken bewegen.
In unserer jetzigen, wohlhabenden Welt ist es manchmal schwer zu unterscheiden, was eine Notwendigkeit und was ein Luxus darstellt und für mich ist es einfach Zeit die Wahrheit in die Augen zu schauen – Schokolade ist NICHT lebensnotwendig (das kann doch nicht sein, oder?).
Sicherheitswarnung: nimm lieber einen weiten Bogen um mich, wenn du mich in diesem Zustand begegnest!
Monday, 30 January 2012
Familien halten zusammen!
Letzten Samstag um 19:00 hatte ich nur einen Gedanken - Füße hoch und entspannen! Denn das war ein langer Tag gewesen. Samstag war nämlich Umzugstag für Linda und obwohl ich mit den schweren tragen nicht wirklich mithelfen konnte, war ich keineswegs arbeitslos. Ich verbrachte den Tag als Überseher des Umzugs – mit dem Organisieren und Dirigieren, damit jedes Möbelstück und jeder Umzugskarton dorthin kam, wo es auch hin gehörte. Dazu kam dann noch das ‚Taxifahren‘ und das Kaffee kochen und es wurde viel Kaffee gekocht!
Insgesamt waren 18 Personen am Samstag daran beteilig, Linda aus ihrer Wohnung im 3. Stock in eine schöne Erdgeschoss Wohnung umziehen zu helfen, aber es waren noch viel mehr gewesen, denn im Voraus hatten noch unzählige Leute beim Packen und Streichen mitgeholfen.
Einer der Helfer kommentierte schon ganz am Anfang: “Wow, es fühlt sich so an, als ob die ganze Familie heute teil nimmt.” Mit Familie meinte er dabei die BGAB (Baptisten Gemeinde Aschaffenburg) Familie und so war auch fast. Ich konnte es nur als einfach toll bezeichnen. Und es erinnerte mich auch an etwas was ich nicht allzu lange zuvor in einer TV Serie gesehen hatte.
Sechs Teenager aus London sollten 5 Wochen in den USA bei Amish-Familien wohnen um dort eine andere Art und Weise des Lebens zu erleben. Unteranderem nahmen sie dabei an dem Aufbau einer Scheune teil. Was den Teenagern dabei so beeindruckte, war die vielen Leute die von weitem kamen und den ganzen Tag mithalfen, ohne irgendwelche Belohnung zu erwarten. Der Teamgeist der dabei entstand und das Gefühl, an etwas größerem zu arbeiten, etwas zu erreichen und ein Teil einer größeren ‚Familie‘ zu sein, war ihnen schlicht und einfach unbekannt. Es war für sie äußerst bewegend und sie taten sich schwer, dieses Erlebnis in Worte auszudrücken.
Ich hatte schon oft das Glück an solchen Tage teilhaben zu dürfen und wurde jedes Mal von neuem durch das Erlebnis gesegnet. Natürlich wäre es einfacher gewesen morgens im Bett zu bleiben. Ich hätte weniger Stress gehabt und hätte auch mal einen ganzen Tag mit meinem Ehemann verbringen können, aber ich hätte auch so vieles versäumt! Wir sind nicht mit einander Verwandt, aber am Samstag durfte ich als Teil meiner Familie mitarbeiten und das macht mir so viel Spaß, ich würde es für nichts verpassen wollen!
Monday, 3 October 2011
„Was ist mit deiner Frau los? Sie lächelt immer!“
Ich bin grade von einer Reise nach Bristol (UK) zurück. Matt und ich haben unsere guten Freunde Andrew u. Rebecca und ihre 4 Kinder besucht. Mungo, ihre älteste, ist mein Patenkind und ist vor kurzem 9 geworden. Es war toll zu sehen wie er, seine Brüder und seine Schwester wachsen und sich entwickeln.
Eine Rückkehr zum „Old Blighty“ macht immer Spaß und dieses Mal wars nicht anders. Wir hatten wunderschönes Wetter, haben nur ein paar Schritte entfernt von der Clifton Downs in einer der vielen schönen Häusern gewohnt und haben uns tüchtig ausgeruht. Wir haben uns gezielt Zeit mit jedem der vier Kinder genommen und auch noch einen kurzen Besuch bei Freunden im Wales eingeplant.
Zusätzlich zu Familie und Freunden, gibt es eine Sache, die ich in Großbritannien liebe: die Freundlichkeit der Menschen. Wenn man einfach auf der Straße unterwegs ist oder einkaufen geht, sieht man überall wie die Leute lächeln und sich gegenseitig begrüßen, auch unter Fremden. Allzu leicht gerät man mit einem Verkäufer ins Gespräch und ich bleibe oft stehen, nur um mit einem Zeitungsverkäufer (meist Obdachlose) zu plaudern.
Versteht mich bitte nicht falsch – ich liebe es hier in Deutschland, denke aber das es dem Deutschen gar nicht klar ist, was er durch seine scheinbare Schüchternheit verpasst – dieses zwischenmenschliche Austausch von Freude, Interesse oder Freundlichkeit. Nur kurz nachdem wir nach Deutschland zogen, fragte ein Kollege von Matt: „Was ist mit deiner Frau los? Sie lächelt immer!“ Ich lache immer noch über diese Frage.
Was ich ebenfalls liebe sind die zahlreichen Bücherladen, die neue, besser aber noch, die gebrauchte Bücher anbieten. Ich habe ja schon erwähnt, dass lesen für mich so wichtig wie die Luft zum Atmen ist und ich wollte diese Gelegenheit auf keinem Fall verpassen. Ist ja auch soweit logisch – wenn ich vorhabe 40 Bücher zu lesen, dann brauche ich auch 40 Bücher zum Lesen! Also, alles zusammen bin ich mit 22 neuen Büchern aus England zurückgekehrt. Zum Teil sind sie ausgeliehen, zum Teil gebrauchte, andere aber neu vom Wesley Owen Laden (eine Englisch Kette) gekauft.
Der Besuch bei Wesley Owen hat mir aber eine besondere Freude bereitet, weil ich Mungo mit hatte. Er teilt meine Leidenschaft fürs Lesen und ich hatte ihm versprochen, ihn ein neues Buch zu kaufen. Er hatte dafür ein Budget von £10 (ca. €12). Nach kurzem hin und her entschied er sich für 2 Bücher im Wert von £9.98, wobei ich nicht weiß, ob die Wahl auf Grund der Themen oder des Budgets war. Allerdings fand er dann zusätzlich noch ein Buch in der reduzierten Abteilung für nur £3! Mit „Bitte Tante Kathy!“ kam er bei mir an. Nun, ich konnte schwer nein sagen, immerhin hatte ich 7 Bücher in meiner Hand!
Hier ist er zu sehen - ganz fröhlich und zufrieden mit einen seiner neuen Bücher.
Hier nun aber meine Herausforderung für dich: Lächle einen Fremden zu und hole dir ein Buch und fang es zu lesen an.
„Entschließe dich jeden Tag etwas zu lesen, auch wenn es nur aus einem Satz besteht“ - Horace Mann
Friday, 16 September 2011
Sicherlich ist es nicht Weihnachtts-Zeit schon?
September bedeutet das Ende des Sommers - Apfelernte, kürzere Abende, gelb-goldene Blätter und Weihnachten. Weihnachten? Ja, Weihnachten!! Die ersten Blätter haben grade erst zu fallen begonnen und schon sind Weihnachtskeks usw. in den Geschäften zu finden. Irgendwie komisch, besonders wenn es außen immer noch 24 Grad hat.
Obwohl ich noch nicht bereit bin meine Sandalen und Sonnenbrille weg zu packen, gibt es 2 Geschenke die ich sehr bald vorbereiten muss. Der erste für meine Freunde in Mexico (die Post nach Mexico braucht EWIG lang) und die zweite ist für ein unbekanntes Kind, welches das Geschenk über „Weihnachten im Shuhkarton“ mit Geschenk der Hoffnung® bekommt. Nur noch 2 Monate zum Abgabetermin am 15. November, bis dahin müssen alle Schuhkartons an der Sammelstelle sein. Es ist definitiv Zeit loszulegen.
In den letzten paar Jahre habe ich angefangen Sachen das ganze Jahr über zu kaufen, so kann ich viele Schnäppchen kaufen und mehr für das bisschen Geld kaufen. Mit einem „Budget“ von etwa 10€ pro Monat schaue ich mich stets um, immer auf der Suche in den Aktionen die gerade laufen. Zum Beispiel konnte ich letzten Monat 7 süße T-Shirts für nur 12€ kaufen! Jetzt habe ich eine ganze Curver© Kiste voll mit Kleidung, Spielzeug und Schulmaterial. Es steht bereit, sortiert und verpackt zu werden. Dieses Jahr werde ich zwei Schuhkartons vorbereiten und alles was übrig bleibt nehme ich zur Sammelstelle. Die Freiwillige-Mitarbeiter packen dort dann auch sämtliche Kartons mit den verschiedenen Sachen die von Unternehmen und Privatpersonen gespendet wurden.
Ich möchte dich ermutigen, selber ein Geschenk-Schuhkarton vorzubereiten und zu spenden oder wenn du es dir nicht leisten kannst, einen ganzen Karton für ein Kind zu packen, dann pack über den nächsten 8 Wochen beim Einkaufen ein paar extra Dinge in deinen Warenkorb - Seife, Zahnpasta oder ein Malbuch. Auf diese Weise kannst du dazu beitragen, am kommenden Weihnachten ein Lächeln auf das Gesicht eines Kind zu packen.
Thursday, 15 September 2011
Wie misst man “bedeutsam”?
Nr. 7 auf
meiner Ziele-Liste ist: Schaffe eine bedeutsame (positive) Veränderung im Leben
von 40 Leuten.
Das hört
sich großartig an und wie ein sehr edles Ziel, aber ich kämpfe mit der
Maßeinheit dafür. Ich meine, wie MISST man Bedeutsamkeit? Zentimeter und Meter?
Gramm und Kilogramm? Geschwindigkeit oder Stärke? Nichts ist das Passende und dann gibt
man noch die Kultur zu diesem Mischmasch, die eine grosse Rolle spielt, was ich
niemals gedacht hätte. Ich habe neulich z.B. „Essen auf Rädern“ gemacht und die
Gefriertruhe von zwei verschiedenen Freundinnen mit hausgemachten Essen
aufgefüllt. Einer von ihnen geht es schlecht und die andere war in
Schwierigkeiten. Das ändert etwas, aber es scheint kaum bedeutsam (einige
Stunden und ein paar Euros), trotzdem haben mir drei Leute gesagt, dass es hier
ein grosses Ding ist!
Meine
direkte Nachbarin, Kathrin, und ich haben eine tolle Freundschaft. Sie leiht
sich meine Backutensilien oder kommt vorbei, um mit Matt ab und zu Fußball zu
gucken, Pizza und Filme mit mir, wir machen das „Post-/Pflanzen-/Haustier-Ding“
füreinander, wenn wir im Urlaub sind, ich habe Eis mit ins Krankenhaus gebracht,
als die Ärzte ihr die Mandeln geklaut haben und im Moment helfe ich ihr, ihren
Lebenslauf in Englisch zu schreiben. Wenn man aus Nordwest England/Südwest
Schottland kommt, ist das so normal, es ist gar nicht erwähnenswert, aber hier
ist es so aussergewöhnlich, dass mir sogar ihre Eltern ein kleines Geschenk
dafür geschickt haben, dass ich so freundlich bin.
Vor ein
paar Monaten kam ich an einem Samstagnachmittag heim und während ich das Auto parkte,
sah und hörte ich einen älteren Mann (Deutscher), der laut mit einer älteren
türkischen Frau sprach. Als ich den Motor ausgeschaltet hatte, bekam ich mit,
dass er über sie herzog, weil sie arm ist und einen Rollator benutzte!!!! Ich
stieg aus dem Auto aus und (die Warnung einer Freundin klingelte in meinen
Ohren) drückte mich davor, ihn niederzubrüllen und gab ihm nur „den Blick“. Als
er wegging, habe ich mich zu der Dame umgedreht und mich entschuldigt, dass sie
das erleben musste, fragte, ob sie ok war und wünschte ihr einen schönen Tag,
als sie wegschlurfte. Seitdem grüsse ich sie jedesmal, wenn ich sie treffe und
jetzt lächelt sie zurück. Ich hoffe, eines Tages wird sie vielleicht mit mir
sprechen, was ich als bedeutsam erachten würde, selbst wenn sie es nicht tut. Leider
ist das kein Einzelfall, viele meiner weiblichen afrikanischen und asiatischen
Kollegen der Sprachschule haben verbale Angriffe erlebt, wenn sie alleine
draussen waren. L
Kürzlich
habe ich den Film “Das Glücksprinzip” gesehen (Danke für den Tipp, Kathrin). Kurze
Inhaltsangabe: einer Klasse von 12jährigen wird die Aufgabe gegeben: „Denkt
euch etwas aus, um die Welt zu verändern und setzt es dann in die Tat um“ und
Trevor kommt auf die Idee des Weitergebens. Tue drei gute Taten an drei
verschiedenen Menschen, es muss keine grosse Sache sein. Es kann zwar so
scheinen, abhängig davon, für wen man es tut. Dann, anstatt es zurückzuzahlen,
sollen sie es an drei andere Leute weitergeben. Der Film basiert auf einem Buch von Catherine Ryan Hyde und zusammen mit in paar anderen hat sie die “Pay
it Forward Foundation“ gegründet, die sich über die Vereinigten Staaten und
auch in andere Länder ausgebreitet hat. http://www.payitforwardfoundation.org/
Also, ich
bin wieder bei der Frage, wie man “bedeutsam” misst. Auf manche Leute machen
Stunden harter Arbeit, sein Bestes zu geben, kaum einen Eindruck, während für
andere ein paar Minuten deiner Zeit und ein freundliches Lächeln eine grosse
Auswirkung haben können. Ich würde gerne Eure Kommentare und Erfahrungen hören.
UND wenn ich Euch etwas Gutes tue, zahlt es mir nicht zurück, gebt es weiter.
Denkst Du,
Du bist zu alt oder zu jung, etwas zu verändern? Guck Dir mal diese beiden
Links an:
Thursday, 28 July 2011
Über die sieben Meere segeln, Klavier spielen und mich von eine Klippe stürzen!
Diese drei sind rein persönliche Spaß-Ziele. Obwohl ich weniger als 2 Meilen von der Küste entfernt geboren und aufgezogen wurde, habe ich das Segeln nicht gelernt. Im Urlaub in einem aufblasbaren Teil rumzupaddeln zählt nicht! Ich habe nicht die Absicht, Tracy Edwards oder Ellen MacArther in einer Weltumseglung zu folgen, aber über einen See zu halsen und zu kreuzen oder im Sommer um die griechischen Inseln hört sich nach Spaß an, oder? Eine meiner besten Freundinnen hat mir ihren Mann als Segellehrer angeboten, aber das wäre in der Keltischen See, bis ich also eine beheizte Schwimmweste finde………..Nnnneeeeeiiiiinnnnnn! Zu kalt :/
Eines der Dinge, warum ich liebe, meine Schwiegereltern zu besuchen, ist, dass mein Schwiegervater fast niemals vom Klavier weggeht. Musikalische Begleitung im Alltag zu haben, ist toll. Kochen mit Chopin, Lesen mit Rossini und Unterhalten bei Tchaikovsky. Ich habe als Kind angefangen, Klavier zu lernen, aber ich war sehr schüchtern und habe nur geübt, wenn die Tür fest geschlossen war oder vorzugsweise, wenn keiner zuhause war. Irgendwann habe ich dann aufgegeben. Ich bereue diese Entscheidung jetzt, aber ich habe niemals etwas dagegen getan. Jetzt ist die Zeit zum Handeln.
Dieses letzte Spaß-Ziel wird Matt schaurig kribblige Gefühle in die Füsse geben, allein beim Gedanken. Paragliding!
Da ist eine Schule am Achensee – Tirol, also kann Matt seine Füsse fest auf dem Boden stehen lassen (unter dem Küchentisch) und Kaffee im Plattner-Haus trinken, während ich vom Gipfel eines Berges springe. J
Also Mr Matt! Mein nächstes Geburtstagsgeschenk sollte so aussehen!
Genesis – Offenbarung
Im Alter von 13 Jahren habe ich eine Entscheidung für Jesus als meinen Herrn und Retter getroffen, obwohl ich zu der Zeit noch nicht voll verstanden habe, was das heisst. Es hat sich als die beste Entscheidung erwiesen, die ich jemals getroffen habe. Da die Bibel das Wort Gottes ist, welchen besseren Weg gibt es, ihn kennenzulernen, als sie zu lesen?! Also habe ich über die Jahre regelmässig und unregelmässig meine Bibel gelesen, aber „Schande über mein Haupt“, ich habe niemals durch jedes einzelne Buch der Bibel gelesen. Ich liebe es, das Neue Testament zu lesen, Sprüche und Psalmen, aber Chronik? Ich schreibe genug eigene Listen, ohne die von anderen zu lesen!!
Aber eigentlich ist diese Haltung ziemlich schräg. Wenn ich glaube, dass die Bibel komplett von Gott inspiriert ist (was ich tue), dann gibt es keinen Grund, dass Numeri, Chronik, Hesekiel und sowas nicht absichtlich eingeschlossen wurden. Es gibt viele Lesepläne, um in einem Jahr durch die Bibel zu lesen, aber ich habe entschieden, mich von Anfang an durchzuarbeiten.
Für diejenigen von Euch, die den Gedanken von Gott verworfen haben, nur weil einige Christen oder einige Kirchen nicht so leben oder handeln oder lieben wie Jesus es ihnen in der Bibel sagt, möchte ich Euch ermutigen, selber nachzuforschen. Wollt Ihr solch eine grosse Entscheidung wirklich aufgrund der Meinung von Anderen treffen? Leute lehnen auch nicht die Ehe ab, nur weil 45% mit Scheidung enden.
Trotzdem, hier ist, was ein paar Leute über die Bibel gesagt haben:
“Ignorieren der Schrift ist Ignorieren von Christus.” St. Jerome
“Ich glaube, dass die Existenz der Bibel das grösste Geschenk für die menschliche Rasse ist. Jeder Versuch, es zu verkleinern, ist, so glaube ich, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.” - Immanuel Kant, 1724-1804
“Ein gründliches Verständnis der Bibel ist besser als eine College-Ausbildung.” - Theodore Roosevelt, 26. Präsident der Vereinigten Staaten, 1858-1919
"Das Neue Testament ist das beste Buch, das es jemals auf der Welt gab oder geben wird." Charles Dickens
“Die Bibel lesen, ohne darüber nachzudenken, ist wie versuchen zu essen, ohne zu schlucken.“ –Anonym
PS: Ich bin nicht perfekt, dass weiss ich nur zu gut. Trotzdem ziele ich darauf, mich zu verbessern, Stück für Stück, Tag für Tag.
Monday, 25 July 2011
Eine Person, die nicht liest, hat keinen Vorteil vor dem, der nicht lesen kann - Mark Twain
Dank dem Einfluss meiner Eltern, bin ich mit einer Liebe zum Lesen aufgewachsen. Nasse Sonntagnachmittage (von denen es viele in England gibt) wurden entweder mit Lesen oder mit Monopoly-Spielen verbracht und jetzt es ist immer noch ein Teil meines Ablaufs beim Schlafengehen, zu lesen. Nr. 4 auf meiner Liste ist, in den nächsten 18 Monaten 40 Bücher zu lesen. Manchen Leuten mag dies viel erscheinen, aber da ich schon halb durch mein viertes und fünftes Buch durch bin, wird dies vielleicht das einfachste Ziel zu erreichen sein. Für mich ist Lesen fast so notwendig wie das Atmen und ich mag es, beim Lesen zwischen Romanen und Sachbüchern abzuwechsel. Genauso wie mit Musik bin ich nicht auf ein Genre festgelegt. So stehen Austin und Dickens neben Val McDermid, le Carré und Salman Rushdie in meinem Roman-Regal (da stehen sogar ein paar kitschige Romane von Rosamunde Pilcher) und mein anderes Bücherregal ist sogar noch unterschiedlicher!
Meine Liste startet mit Büchern, die ich im Moment lese (oder gelesen habe)
4. Leben mit Leidenschaft - Katie Brazelton
5. Mein Leben ohne Limits – Nick Vujicic
Teil 2 sind Bücher, die ich schon besitze, aber noch nicht gelesen habe:
6. Zeit der Gnade – Charles Swindoll
7. Zeit der Hoffnung – Charles Swindoll
8. Simple Faith – Charles Swindoll
9. Living your strengths – Winseman/Clifton/ Liesveld
10. Das wilde Herz der Ehe – John & Stacy Eldredge
11. Zwölf aussergewöhnliche Frauen –John MacArthur
12. O2 – Richard Dahlstrom
13. My Donkey Body – Michael Wenham
14. God’s Call – Brother Andrew
15. Wilberforce, God’s Statesman – Biographie von John Pollock
16. Mein Leben als Volltreffer – Francis Chan
17. Mit Marias Herz in Marthas Welt – Joanna Weaver
18. Ich weiss, warum der gefangene Vogel singt – Maya Angelou
Teil 3 meiner Liste sind Bücher, die ich lesen will, manche aus der LIste: “Bücher, die man gelesen haben sollte, bevor man stirbt”
19. Ein Haus für Mr. Biswas - V.S. Naipaul
20. Der lange Weg zur Freiheit – Nelson Mandela
21. Die Liebe in den Zeiten der Cholera – Gabriel García Márquez
22. Ein starker Abgang - Jay McInerney
23. Die Abenteuer des Peregrine Pickle - Tobias Smollett
24. Drachenläufer - Khaled Hosseini
25. Der Gott der kleinen Dinge - Arundhati Roy
26. Goldene Regeln – John Maxwell
Und das hinterlässt 14 freie Plätze, deshalb bitte ich um Eure Empfehlungen, und – wenn Ihr mir das Buch leihen könnt, umso besser J
Saturday, 9 July 2011
30 Kilo abnehmen und einer 5km Lauf teilnehmen
Niemand konnte sagen, ich bin unterernährt! Aber nur eine Diät zu machen ohne dabei ein bissel Sport machen bringt mir nur so weit. Auf jedem Fall muss ich auf meine allgemeine Gesundheit arbeiten, so dass diese 2 Ziele werden gut zusammenarbeiten.
Ich habe ein paar Gesundheitsproblemen werde dies erschweren, aber ich werde sie nicht mehr als Ausrede für Faulheit nutzen. Ein veraltetes Rückenverletzung von einem Autounfall sowie Fibromyalgie (eine chronische Schmerzkrankheit) begrenzt und frustrierend mich, Fortschritte sind oft 2 Schritte nach vorn, 1 Schritt zurück. Darüber hinaus - vielleicht wegen - Depression liegt immer nur ein paar Schritt hinter mir.
Mein Arzt hat mir Power-Walking empfohlen, und das mach ich – ab und zu. Jetzt muss ich das regelmäßig statt gelegentlich tuen, DANN werde ich auf dem Weg einer 5k zu laufen.
Ich habe ein paar Gesundheitsproblemen werde dies erschweren, aber ich werde sie nicht mehr als Ausrede für Faulheit nutzen. Ein veraltetes Rückenverletzung von einem Autounfall sowie Fibromyalgie (eine chronische Schmerzkrankheit) begrenzt und frustrierend mich, Fortschritte sind oft 2 Schritte nach vorn, 1 Schritt zurück. Darüber hinaus - vielleicht wegen - Depression liegt immer nur ein paar Schritt hinter mir.
Mein Arzt hat mir Power-Walking empfohlen, und das mach ich – ab und zu. Jetzt muss ich das regelmäßig statt gelegentlich tuen, DANN werde ich auf dem Weg einer 5k zu laufen.
Monday, 20 June 2011
Fibromyalgie ist manchmal wirklich ätzend!
von Samstag 18.6.2011 auf mein English Blog
Heute früh war das erste Mal diese Woche, dass ich Frühs aufgestanden bin, ohne die ganze Welt anschreien zu wollen. Bis heute war mein erster Gedanke immer: ‚lass mich bitte heute bloß keiner anfassen‘! Nein, es war eigentlich noch schlimmer – mein Gebet war das mich nichts und niemand auch nur berühre! Heute war auch der erste Tag, wo ich genug Energie habe, weiter als nur bis zur Couch zu kommen – fehlende Energie ist der Norm.
Fibromyalgie ist wirklich ätzend – es ist eine unsichtbare Krankheit mit einer Vielfalt Symptome, viele verschiedene Auslöser, wenig Behandlungsmöglichkeiten und ist obendrauf noch unheilbar. Im Gegensatz zu einem gebrochenen Bein oder einer offenen Wunde, kann kein Mensch es sehen und die meisten haben keine Ahnung davon, dass sie mir beim freundlichen drücken Schmerzen bereiten, die ich Stunden später noch spüre.
Fehlende Energie verschafft den Eindruck, dass ich faul bin. Die Einschränkungen und die Frust führen oft zu Depression oder zumindest zu einer ungesunden Negativität. Es ist auch sehr schwer Fibromyalgie in einem kurzen Satz zu erklären und die meisten Zuhörer schalten ehr schnell ab, wenn es mehr als ein Satz benötigt.
Vielleicht ist es schwer zu verstehen aber allein die Diagnose zu haben war ein Erfolg! OK, es ist unheilbar, aber zumindest hat dieses Leiden nun einen Namen und ich kann jetzt daran arbeiten. Sämtliche Ärzte in England erklärten mir, dass sich alles nur in meinem Kopf abspielte und natürlich hatte ich immer im Hinterkopf die Angst, dass es etwas Entsetzliches wäre, etwas das einfach noch nicht diagnostiziert worden war.
Einer der größten Vorteile nun in Deutschland zu leben ist, dass es hier eine so gute Krankenversicherung gibt. Nicht falsch verstehen, in England haben wir sehr gute Ärzte, die auch Weltweit anerkannt sind, aber es ist einfach nicht genug Geld in der Kasse. Nur lebensnotwendige Behandlungen sind garantiert und einer der Ärzte in England erklärte es mir so: Schmerzen sind nicht lebensgefährdend!
Eine Private Krankenversicherung und einen verständnisvollen Hausarzt zu haben ist ein Segen – ich habe Zugriff auf alle möglichen Fachärzte und Behandlungen. Medikamente lindern ebenso die Schmerzen, aber bis man eine Behandlung findet, die zur endgültigen Heilung führt, kann ich lediglich an den psychosomatischen Auslöser (immer ein Bestandteil chronischer Krankheiten) arbeiten.
Meine Einstellung hat eine große Auswirkung darauf, wie ich mit der Krankheit zurechtkomme: naja, es beschränkt mich natürlich, es ist derzeit unheilbar, aber ich werde nicht an Fibromyalgie sterben. Fibromyalgie ist kein Krebs, MS oder Motorneuronerkrankung. Ich lebe in einem fortgeschrittenen Land mit guter Krankenpflege und habe einen verständnisvollen Mann der für uns beide sorgt. Ich arbeite teilzeitig, für einen verständnisvollen Chef und Gott ist meine Stütze und verleiht mir seine Kraft. Richte ich mich nach dem Guten in meinem Leben oder nach den schlechten Sachen? Die Entscheidung ist meins.
Stress ist ein Auslöser für mich und das zu wissen hat mir auch sehr geholfen. Ich habe gelernt, Stressfaktoren zu identifizieren. Ich habe auch gelernt nach und nach meine Vergangenheit hinter mir zu lassen – es immer mit dir herum zu tragen hindert daran, ein volles Leben zu führen. Und so rate ich nun jedem: reiße dich zusammen und lerne mit Mut damit umzugehen. Glaub mir, es ist nicht halb so wild als du es dir vorstellst.
Den Alltag planen ist auch so eine Sache – gutes Planen hilft mir mehr zu erreichen. Zum Beispiel habe ich diese Woche fast komplett im Bett verbracht. In nur 3 Wochen hatten wir zweimal hinter einander Besucher und waren mehrere Tage unterwegs und ich war am Schluss komplett fix und fertig. Ich musste also die Woche nehmen um mich wieder zu fangen.
Vielleicht kennst du dieses auch schon mal gehört: das Leben gleicht einen Marathon und nicht den 100m Sprint. Mit Fibro leben gleicht sicherlich dem Marathon. Die ersten Schritte sind kleine Runden im Schritt-Tempo. Täglich baut man dann die Distanz und das Tempo auf bis man über Monate auf die 40km kommt. Dabei nimmt man die Rückschläge in Kauf, ändert was geändert werden muss, immer das Endziel im Auge.
Werde ich jemals einen Marathon laufen? Wahrscheinlich nicht. Einen Halb-Marathon? Fraglich. Bin ich aber bereit immer nur den Zuschauer zu spielen? Definitiv nicht! Deshalb habe ich die 5km auf meiner Liste!
Es ist immer schwer die Waage zu halten – die Waage zwischen was sein muss und was schön wäre, denn 4 Tage im Bett helfen kaum eine saubere Wohnung zu halten! Heute flattert die Wäsche am Balkon und das Badezimmer ist sauber, aber alles andere muss warten. Ich werde jetzt einen Spaziergang mit Mr H. den Fluss entlang genießen J“Ansonsten denkt über das nach, meine Geschwister, was wahr, was anständig und gerecht ist! Richtet eure Gedanken auf das Reine, das Liebenswerte und Bewundernswürdige; auf alles, was Auszeichnung und Lob verdient! - Philipper 4,8
Subscribe to:
Posts (Atom)









